PRESSEMELDUNG 14. MAI 2016 - DANILOVIC UND MÖLLER SETZEN SICH DURCH

Die 37. International Spring Bowl endete mit Favoritensiegen.

Von 8. bis 14. Mai 2016 hatten sich 115 Jugendliche aus 23 Nationen in Mödling eingefunden, um sich in die Siegerlisten des traditionsreichsten, internationalen Jugend-Tennisturniers Österreichs einzutragen. Die 15-jährige Serbin Olga Danilovic und der 17-jährige Deutsche Marvin Möller wurden ihrer Setzung gerecht und kürten sich nach jeweils drei Finalsätzen zu den Einzel-Siegern 2016.
Sechs Matchbälle reichen für Danilovic  
Im Mädchen-Endspiel lief zuerst alles nach Plan für Olga Danilovic, sie lag 6:1, 5:3 voran und hatte bei 5:4 im zweiten Satz bereits zwei Matchbälle. Doch Johana Markova fand zurück in die Partie, profitierte vom leicht einsetzenden Regen, der die Bälle langsamer machte und erzwang einen dritten Satz. Die Serbin machte ihrem Frust Luft: Schreie, Schlägerwerfen – es gab eine Verwarnung. Mit neuen Bällen im letzten Satz zog die weiterhin äußerst emotionale Danilovic auf 5:1 davon. Sie vergab zunächst weitere drei Matchbälle und entging nur mit Glück weiteren Verwarnungen durch den Stuhlschiedsrichter. Nachdem sie den letzten Punkt verwerten konnte, brachen alle Dämme: Sie fiel triumphierend auf die Knie und brach in Freudentränen aus: 6:1, 6:7(4), 6:3.
Dritter Turniersieg in Folge für Möller
Auch bei den Burschen sah alles zunächst nach einem Durchmarsch der Nummer eins Marvin Möller aus. Der Deutsche wusste gegen den Schweden Jonas Eriksson Ziverts in den wichtigen Situationen zu überzeugen; er war immer wieder auch am Netz präsent, streute Stoppbälle und Tempowechsel ein. Bei 6:3, 2:0 riss jedoch der Faden. Regen machte die Bälle auch hier langsamer, Möller verlor immer wieder die Geduld und verlor den Satz mit 4:6. Im Entscheidungssatz konnte der auf acht gesetzte Eriksson Ziverts dann aber nicht mehr zulegen, machte zu viele Fehler und musste dem Deutschen zu dessen dritten Turniersieg in Folge auf der ITF-Junior-Tour, seinem sechsten insgesamt, gratulieren: 6:3, 4:6, 6:2. 
Im Doppel hatten sich bereits am Freitag Sven Lah/Mirko Martinez, sowie Olga Danilovic/Johana Markova durchgesetzt.

PRESSEMELDUNG 11. MAI 2016 - PODIUMSDISKUSSION: ANREIZSYTEME FÜR TRAINER SCHAFFEN

Die zweite Podiumsdiskussion zur Zukunft des Österreichischen Tennissports fand am 10. Mai 2016 im Rahmen der 37. International Spring Bowl statt. Zahlreiche Tennisbegeisterte, Spielereltern, Trainer und Funktionäre fanden sich auf der Anlage des BMTC Brühl Mödlinger Tennisclubs ein, um den Experten Alex Antonitsch, Wolfgang Thiem, Robert Groß und Barbara Schwartz zu lauschen. Die Veranstaltung wurde auch via Facbook-Live-Stream übertragen.
Mädchen-Förderung individuell
Einigkeit herrschte bei den Diskutanten darüber, dass speziell im Mädchen-Nachwuchs mehr getan werden muss. Barbara Schwartz machte sich dafür gleich in ihrem Eröffnungsplädoyer stark: „Damentennis ist weit hintangestanden in den letzten Jahren.“ Die Mädchen sollen vermehrt individuell gefördert werden und zu gemeinsamen Trainings ins Leistungszentrum in Linz kommen.
Burschen sollen ab 14 wieder in die Südstadt
Bei den Burschen wünschen sich Wolfgang Thiem und Antonitsch, anders als bei den Mädchen, ein zentralisiertes System. „Für uns war es eine Ehre, in die Südstadt zu kommen“, erinnert sich der Ex-Daviscup-Spieler Antonitsch. „Der Verband solle ein einheitliches System für die Landesverbände vorgeben. Mit 14 sollen die Besten dann in die Südstadt kommen. Das ist für mich der einzige Weg“, meint Thiem. Trainer entlohnen Antonitsch analysierte, dass die Trainer für ein solches System jedoch keine Anreize haben. Denn anders als im Fußball, wo Vereine für ausgebildete Spieler Geld bekommen, verliert ein Trainer seine Einnahmen, wenn er Spieler abgibt. Auch gäbe es für Trainer keine Anreize, möglichst viele Turnierspieler hervorzubringen.
Mehr Geld für die Jüngsten
Antonitsch wünscht sich mehr Geld für die Acht- bis Zehnjährigen. Dort soll durch mehr Masse, auch mehr Klasse herauskommen. Thiem: „Wir brauchen viele Kinder unten, damit man die Chance hat, dass oben gute rauskommen.“ Groß sieht es als Aufgabe des Verbandes, die Rahmenbedingungen herzustellen, „aber zu den Turnieren müssen die Spieler selber kommen.“ Thiem und Antonitsch würden sich ein größeres, aber durchschaubareres Turnierangebot wünschen und Trainer belohnen, die mehr Jugendliche zu Turnieren bringen.

NEUE HEIMAT

Mit dem BMTC Brühl Mödlinger Tennis Club hat die International Spring Bowl ab 2016 eine neue Heimat gefunden. Nach fünf erfolgreichen Jahren in Amstetten, wird das Traditionsturnier für die nächsten vier Jahre nun auf der Traditionsanlage vor den Toren Wiens ausgetragen. Man kehrte damit an die Ursprünge der Veranstaltung zurück, 1980 hatte Harald das Event in Mödling aus der Traufe gehoben.

WEITERE INFORMATIONEN

Die Website der International Spring Bowl befindet sich derzeit im Umbau. Bei Rückfragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an Turnierdirektor Raimund Stefanits.
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